Kunde
Messe Frankfurt
Die Luminale Frankfurt sollte den Römerberg 2020 in ein faszinierendes Gesamtkunstwerk aus Licht, Ton und Raum verwandeln.
Als eine der renommiertesten Plattformen für urbane Lichtkunst sollte sie wieder tausende Besucher:Innen in die Frankfurter Innenstadt locken.
Während internationale Künstler:Innen ihre Visionen auf dem Römerberg zeigten, bestand unsere Aufgabe darin, die Openingsequenz für den Römerberg zu gestalten und das Gesamtkonzept technisch zu koordinieren. Gleichzeitig sollten wir eine visuelle Einheit schaffen, die alle Beiträge stilistisch miteinander verbindet.
Leider kam alles anders. Am Tag nach der Generalprobe wurde die Luminale 2020 aufgrund der Corona Pandemie abgesagt. Nichtsdestotrotz konnten einige Besucher:Innen in den Genuß der bis dahin fertigen Shows kommen.
Weil viele Künstler:Innen aus unterschiedlichen Ländern Ihre Beiträge einreichen sollten, war ein standardisiertes technisches Framework notwendig.
Deshalb beauftragte uns die Luminale, die organisatorische und gestalterische Leitung zu übernehmen.
Zudem verlangte das Festival eine CI-konforme Bildsprache, die dennoch Raum für kreative Freiheit ließ.
Obwohl jeder Beitrag individuell wirken sollte, musste eine klare visuelle Klammer erkennbar bleiben.
Darüber hinaus erwartete das Festival eine Eröffnungsshow, die das Thema Licht zugleich minimalistisch und kraftvoll umsetzt.
In enger Zusammenarbeit mit der Lang Medientechnik GmbH entwickelten wir ein konsistentes 3D-Modell des Römerbergs für alle Projektionen.
Sowohl technische Grundlagen als auch gestalterische Leitlinien bereiteten wir verständlich auf, sodass alle Beteiligten effizient arbeiten konnten.
Für die Luminale Frankfurt konzipierten wir außerdem eine audiovisuelle Opening-Performance, die auf dem Sound echter Leuchtstoffröhren basierte.
Dabei wurden rhythmische Strukturen mit geometrischen Lichtelementen verbunden, wodurch eine völlig neue Wahrnehmung des Platzes entstand.
Obwohl das Konzept reduziert blieb, wirkte es durch Ton und Licht äußerst eindrucksvoll.
Zusätzlich entwickelten wir eine grafische Systematik, die sich auch in der Kommunikation mit den Gastkünstler:innen bewährte.
Die Openingsequenz erhielt einen klaren Auftakt, der die wenigen Besucher:Innen gleichermaßen überzeugte.
Viele der Besucher:Innen lobten die Verbindung aus akustischer Reduktion und visueller Präzision.
Weil die Inhalte gestalterisch aufeinander abgestimmt waren, entstand ein Festivalbild mit hoher Wiedererkennbarkeit.
Auch wenn die Luminale Frankfurt durch die Corona Pandemie leider nicht stattfinden konnte, bewies unsere Openingsequenz, dass technische Klarheit und kreative Freiheit gemeinsam starke Ergebnisse erzeugen können.
Dadurch setzte das Projekt Maßstäbe bei uns für zukünftige Großveranstaltungen im öffentlichen Raum.

Santis Septembertagung 2020